Arzt aus Stühlingen kündigt Behandlungsvertrag wegen AfD-Kandidatur

„Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und willkürlichem Unrecht.“, heißt es im Hippokratischen Eid, der in medizinethischen Diskussionen als ethische Richtlinie bzw. Ehrenkodex angeführt wird.

Was ein Arzt aus dem badischen Stühlingen, einer Kleinstadt im Landkreis Waldshut im Süden Baden-Württembergs, vom Hippokratischen Eid hält, demonstrierte er dieser Tage, als er einen Behandlungsvertrag mit einer Patientin kündigte, weil sie zur Bundestagswahl für die AfD kandidiert.

Man stelle sich vor, ein Arzt würde einem Migranten die Behandlung verweigern, nur aus dem Grund, dass er Migrant ist. Lichterketten von Flensburg bis Garmisch, Betroffenheitsrituale und landauf, landab ein Aufschrei der selbsternannten „Demokraten“. Zurecht! Niemandem darf aufgrund seiner politischen Gesinnung, seines Glaubens, seiner Hautfarbe oder sexuellen Ausrichtung etc. die medizinische Versorgung verwehrt werden.

Dem Arzt aus Stühlingen muss sofort die Approbation und kassenärztliche Zulassung entzogen werden.

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