Goßner hält Verschärfung des Lockdowns für überzogen

Der Landtagskandidat der AfD, Hans-Jürgen Goßner, bezeichnete die Verschärfung des ohnehin schon harten Lockdowns als maßlos überzogen und nicht zielführend. „Mit den geplanten Freiheitseinschränkungen hinsichtlich Bewegungsradius und Kontaktverboten zu mehr als einer Person außerhalb des eigenen Haushalts wird der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit völlig ignoriert. Wenn jemand 20 km von seinem Heimatort entfernt allein oder mit seiner Familie einen Waldspaziergang macht, dann ist es hanebüchen, ihm das zu untersagen. Des Weiteren führt die Einschränkung zu einer Zwei-Klassen-Behandlung. Während sich Menschen in den Städten damit nahezu uneingeschränkt bewegen können, werden Menschen auf dem Land unverhältnismäßig ihrer Freiheitsrechte beraubt. Hier wird der Bogen überspannt.“ Kritik übte Goßner auch an der geplanten Verlängerung der Schulschließungen. Viele Eltern seien durch die Herausforderungen an der Belastungsgrenze angelangt. „Die Kapazitäten der Kinderbetreuung und Effizienz des Homeschoolings sowie die Toleranz des Arbeitgebers ist nicht unendlich dehnbar. Vielen Unternehmen steht das Wasser bis zum Hals.“

Als ,schallende Ohrfeige‘ für all jene, die das Krisenmanagement der Kanzlerin über den grünen Klee loben, bezeichnete Goßner die Beschaffung von Impfstoffen. Weil Impfdosen nicht rechtzeitig bei Biontech und Pfizer geordert wurden, rangiere Deutschland irgendwo zwischen Kroatien und Chile, wogegen Israel, gefolgt von den USA und Großbritannien das Rennen führe: „Die Europäisierung der Impfstoffbeschaffung geht zulasten des eigenen Landes. Man kann hier nur von einem Krisenmissmanagement sprechen.“

Goßner fordert in der Corona-Pandemie die Umsetzung eines 7-Punkte-Planes:

  1. Keine Verbote für den Aufenthalt im Freien bei Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln, insbesondere keine Sperrstunde
  2. Schulschließungen beenden
  3. Gastronomie, Hotels, Einzelhandel und Freizeiteinrichtungen mit guten Hygienekonzepten öffnen (Abstand, Maske, Hotels mit begrenzter Belegung, keine Ansammlungen)
  4. Testkapazitäten sinnvoll einsetzen: PCR-Test nur bei Personen mit Corona-Symptomen oder älter als 65 Jahre durchführen
  5. Teststrategie und besonderen Schutz für Bewohner und Pfleger in Altersheimen, Pflegeheimen und von Risikogruppen
  6. Schnelltest für die Bevölkerung für zuhause mit Anweisung bei Symptomen oder Verdacht einer Infektion. Bei positivem Befund Bestätigung durch PCR-Test und Selbst-Quarantäne (Krankschreibung mit Lohnfortzahlung)
  7. Gesamte Bevölkerung kostenlos mit FFP2-Masken ausrüsten